Info Fluggebiet

1. Startplatz

Der Startplatz 1 (2.060 m)
befindet sich oberhalb der Bergstation Gondelbahn, neben dem Funkturm. Richtung West-Nord-West steht eine Startrampe zur Verfügung. Weiters kann in Richtung Süd, Südost und Ost über steile Wiesen gestartet werden. Beim Oststartplatz aufpassen, da in Richtung Bergstation gestartet wird. Nur bei optimalen Windverhältnissen am Oststartplatz Richtung Bergstation starten.  Bei Nullwind oder ganz schwachen variablen Windrichtungen, besser auf der Rampe starten.

Der Startplatz 2 (2.000 m)
befindet sich etwas unterhalb der Bergstation Richtung Diedamsplateau und ist gegen Süden orientiert. Der Startbereich geht von ca. 10 Grad im Aufziehbereich kontinuierlich in einen steilen Hang über. Dadurch kann der Start an diesem Hang in allen Phasen gefahrlos durchgeführt und auch jederzeit wieder abgebrochen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass ein Starten nur von den markierten Startplätzen (Windsack) zulässig ist. Im Winter ist ein Starten auf den Skipisten nicht gestattet.
Für Drachenflieger stehen 2 Startrampen zur Verfügung.

 

2. Flugkorridor

Beim Überfliegen von Seilbahnanlagen und Freileitungen ist darauf zu achten, dass ein Mindestabstand von 50 m zu den Seilbahnanlagen und zu den Freileitungen eingehalten wird. Generell ist, wenn möglich,  eine Flughöhe von mindestens 300 m einzuhalten um das "Wild" nicht zu stören!

 

3. Landeplatz

Sommer: Der Landeplatz (850 m) liegt ca. 350 m unterhalb der Talstation (150 m neben der Landesstraße L200). Das Landefeld ist, wenn möglich mit rot-weißen Markierungspunkten und auf jeden Fall, mit einem Windsack gekennzeichnet.
Achtung: Auf den angrenzenden Grundstücken besteht Landeverbot.  

Winter: Solange die Wiesen schneebedeckt sind, kann vor dem Hotel Elisabeth gelandet werden. Achtung: Die Zufahrt zum Landeplatz ist für Fahrzeuge gesperrt.

 

4. Beförderung von Hängegleitern

In Bergfahrtrichtung können Hängegleiter bis zu einer Gesamtlänge von 6,0 m, in Talfahrtrichtung bis zu einer solchen von 4,00 m befördert werden. Ein Zwischenlagern von Hängegleitern ist in der Bergstation der Gondelbahn möglich. Das Be- und Entladen der Hängegleiter erfolgt durch den jeweiligen Stationsbediensteten auf die dafür vorgesehenen Lastengondeln. Im Sommer stehen 2 Lastengondeln während des Fahrbetriebes zur Verfügung. Nur im Winter müssen die Hängegleiter zum Transport bis spätestens 7:45 Uhr in der Talstation sein.
Im Winter werden während des Tages ab 08:00 Uhr keine Drachen und Starrflügler transportiert!

 

5. Fluglizenzen

Gültiger Sonderpilotenschein oder eine gültige anerkannte ausländische Berechtigung. Für Tandemflüge die jeweis gültige Tandemberechtigung. Für Unfälle jeglicher Art haftet der Pilot selbst.

 

6. Thermik - Streckenflugmöglichkeiten

Auf Grund der südlichen Ausrichtung bereits ab Ende Februar thermisch aktiv. Beste Zeit März bis Oktober. Sehr guter Thermikanschluss Richtung Kleinwalsertal, Lechtal sowie Arlberg.  Rekordflüge: Zielflug nach Zell am See 208 km. FAI Dreiecke zwischen 100 km und 230 km Richtung Lechtal, Ötztal, Engadin, Silvretta.  Kürzere Strecken problemlos zwischen Andelsbuch und Hochtannberg möglich.

 

7. Allgemeines

Das Informationsblatt mit Hinweisen über den Hänge- und Paragleitersport, welches vom Bundesministerium für öffentliche Wirtschaft und Verkehr erstellt wurde und in der Talstation (Bahnhofhalle) aushängt, ist zu beachten. Um einen reibungslosen Flugbetrieb am Diedamskopf aufrecht erhalten zu können, bitten wir um Einhaltung dieser Hinweise.

 

8. Empfehlungen

Die Berg- und Alpgebiete des Hinteren Bregenzerwaldes stellen hochwertige Lebensräume für Wildtiere dar. Aufgrund des offenen Landschaftscharakters erweisen sich diese Bereiche jedoch als sehr störungsanfällig gegenüber tieffliegenden Flugobjekten. Kräftezehrende Fluchten und vor allem eine längerfristige Verdrängung von Rot-, Gams- und Steinwild in deckungsbietende, aber schadenanfällige Schutzwälder gehören zu den gravierendsten Folgen unachtsamen Flugbetriebs. Durch die Berücksichtigung nachstehender Empfehlungen leistest du einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung einer intakten Gebirgswelt sowie für ein umweltverträgliche Sportbildung in der Natur.

 

Verhaltensempfehlungen:

  • halte dich an den ausgewiesenen Flugraum (rot-markierte Fläche)     
  • meide insbesondere das Üntschen- und Kanisfluhgebiet!
  • gleite nicht entlang von baumarmen Berghängen und Bergrücken
  • halte dich so oft als möglich an eine Flughöhe von mind. 300 m
  • weiche dir bekannten Wohnungen des Wildes aus
  • bleibe auf Distanz zu entdeckten Tieren